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Info-Bulletin | Kurzmeldungen vom 6. Oktober 2023

Geschäftsführerbrief „Wir sprechen!“

Unser Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Martin Hoffmann hat sich Anfang des Monats erneut in einem Schreiben an die Mitglieder des Deutsch-Russischen Forums gewandt. Darin betont Hoffmann, wofür der Verein in dieser Zeit stehe und hebt das Leitbild „Friedenskräfte stärken | Dialog fördern“ nochmals hervor. Auch blickt er noch einmal auf die Gedenkveranstaltung zu Ehren von Staatspräsident Michail S. Gorbatschow zurück und merkt an: „Den Schlüssel für eine dauerhaft friedliche Zukunft in Europa sah er (Michail S. Gorbatschow, Anm. d. R.) in der Annäherung der Gesellschaften und der Verbindung der Völker in Ost und West.“ Abschließend lädt Hoffmann zur Forsetzung des Gespräches zwischen Mitgliedern und Vorstand am 30. November ein. Lesen Sie den Brief an die Mitglieder in voller Länge hier.

Freundschaftliche Beziehungen zur EU gefragt

Die Kammer Russland berichtete in ihrem Morgentelegramm vom 28. September über die Ergebnisse einer Umfrage der Forschungsgruppe Russian Fields. Demnach wünscht sich jeder vierte Russe, dass Russland freundschaftliche Beziehungen zur EU aufbaut. Auf den vorderen Plätzen der Regionen, zu denen Russland freundschaftlich gewogen sein sollte, liegen China (54 Prozent), Afrika (34 Prozent) und Zentralasien (30 Prozent). Seltener als die EU fiel als Antwort Lateinamerika (24%), Ukraine (23%), USA (19%) und Indien (5%). Die Meinungsforscher stellten dabei eine Spaltung der Gesellschaft nach Altersgruppen fest. Unter den jüngeren Befragten lagen EU und USA mit 30% bzw. 24% auf den Plätzen zwei und drei, bei den über 60-Jährigen folgte auf China stattdessen Afrika mit 39%, so die Kammer Russland.

Jewgenij Jassin gestorben

Jewgenij Jassin, häufiger Gast auf den vom Deutsch-Russischen Forum mitorganisierten Gaidar-Naumann-Foren in den 2010er Jahren, ist im September diesen Jahres 89-jährig verstorben, berichtet die Kammer Russland. Der liberale Ökonom war von 1994 bis 1997 russischer Wirtschaftsminister unter Boris Jelzin. Jassin zählt zu den Mitbegründern der Wirtschaftshochschule Moskau (Higher School of Economics).

Jassin war auch Schirmherr des Otto-Wolff-von-Amerongen-Mittelstandspreises der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer zusammen mit Andrea von Knoop, ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Deutsch-Russischen Forums e.V. und Ehrenpräsidentin der Kammer Russland.

SWIFT-Verbot in Kraft

Die russischen Banken dürfen das internationale Transaktionssystem SWIFT seit Monatsbeginn nicht mehr für Geldtransfers innerhalb des Landes nutzen, berichtet die Kammer Russland. Die Zentralbank in Moskau hatte bereits im Frühjahr die Geldinstitute angewiesen, bis zum 1. Oktober auf SPFS oder eine andere einheimische Alternative umzustellen. Nun ist das Nutzungsverbot offiziell in Kraft getreten. Die Abkürzung SPFS steht für Sistema Peredatschi Finansowych Soobtschenij (dt.: System zur Übermittlung von Finanzmitteilungen). Das System wurde 2014 als SWIFT-Pendant ins Leben gerufen und wird von der russischen Zentralbank betrieben. Es gewann an Bedeutung, nachdem die Europäische Union 2022 führende russische Banken wie Sberbank oder VTB von SWIFT ausgeschlossen hatte.

Passwortgeschützter Mitgliederbereich

Auch auf unserer Webseite stellen wir für unsere Mitglieder Informationen und Materialien zur Verfügung. Hierfür haben wir einen passwortgeschützten Mitgliederbereich geschaffen. Bitte verwenden Sie das Passwort „MitgliedDRF“, um beim Anklicken unter anderem auf Inhalte wie Termine, Aktuelles und Veröffentlichungen zu gelangen.
Sie haben die Möglichkeit, sich als Mitglied exkklusiv über bevorstehende Veranstaltungen zu informieren und anzumelden. Um den gewünschten, „geschützten Raum“ innerhalb des Forums zu gewährleisten, bitten wir Sie, das aufgeführte Passwort nicht an Dritte weiterzureichen.

Konfliktintelligenz - Den eigenen Konfliktstil meistern

Die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch lädt ein zur Schulung mit Präsenz- und Online-Modulen.
Die Arbeit im Team, mit Jugendgruppen oder auch im internationalen Kontext konfrontiert uns immer wieder mit konfliktreichen Situationen. Doch wie reagieren, damit diese nicht eskalieren, auch wenn wir am liebsten einfach losbrüllen würden?

Die Schulung wird von Mediatorin und Friedensforscherin Dr. Jana Schildt geleitet und besteht aus einer Kombination aus einem Präsenzwochenende und einem Online-Modul. Ergänzt wird sie von Aufgaben für Selfstudy und zwei Online-Treffen, um Fragen in der Gruppe zu besprechen und voneinander zu lernen. Eine individuell vereinbarte Supervision rundet die Schulung schließlich ab.

Schulungsbeginn ist am 11. November. Anmeldeschluss ist am 16. Oktober. Weiterführende Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung erhalten Sie hier.

Unternehmensbesuch bei Globus Mitino

Unsere Alumni haben am 13. Oktober erneut die Chance zu einem „Blick hinter die Kulissen“: Im Rahmen eines Besuches wird den Alumni das Unternehmen präsentiert, sie erhalten die Möglichkeit einer Werksbesichtigung und können sich in einer anschließenden Frage- und Antwortrunde über die Globus-Holding informieren. Neben insgesamt 65 Lebensmittelmärkten mit eigener Produktion von Fleisch-, Fisch-, Bäckerei- und Konditoreisortimenten und 89 Baumärkten in Deutschland zählen auch 16 Märkte sowie 2 Kleinflächenkonzepte in Tschechien, 20 Hypermärkte und Logistikzentren in Russland sowie zwei Baumärkte in Luxemburg zur GLOBUS Gruppe.

„Globus Mitino“ ist der zwanzigste Hypermarkt in Russland seit dem Start des Unternehmens 2006 und bietet seinen Kunden über 60.000 Artikel an. Davon werden 1.500 Artikel unter der eigenen Marke produziert. 235.000 Käufer besuchen Globus täglich, ihnen stehen 11.000 Mitarbeiter zur Verfügung. Als Familienunternehmen in der sechsten Generation geführt, ist nachhaltiges Denken und Handeln einer der zentralen Ansprüche von Globus.

Interkulturelle Kommunikation in der Malerei

Einführungsvortrag und Workshop mit Anton Tschubakow, Mitglied des Künstlerverbandes, am 27. Oktober 2023 ab 15:00 Uhr in der Deutschen Botschaft Moskau
Seit vielen Jahrhunderten beeinflussen sich die Traditionen der Malerei in einzelnen Ländern gegenseitig. Peter der Große hat 1716 erstmals Maler, Graveure, Bildhauer und Architekten nach Europa zu Forschungszwecken entsendet. Eine der erfolgreichsten Perioden dieser Zusammenarbeit waren die letzten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts sowie der Anfang des 20. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit erhielten die Stipendiaten der Akademie für Bildende Künste in Sankt Petersburg W. Polenow, I. Repin, B. Koustodiew, A. Jakowlew die Möglichkeiten, sich auf eine Bildungsreise nach Italien, Frankreich und England zu begeben und sind später Klassiker der russischen Malerei geworden.

Wir laden Sie ein zum Einführungsvortrag von Anton Tschubakow, Mitglied des Künstlerverbandes Russlands. Nach einem Beitrag über die Einflüsse der deutschen Malerei auf die Traditionen der Kunst Russlands findet ein Workshop statt. Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit, im Laufe von nur zwei Stunden, Ihr eigenes Bild unter der Leitung von erfahrenen Künstlern zu schaffen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Vortrag und Workshop finden im Rahmen unserer Alumniarbeit und in Kooperation mit der Deutschen Botschaft Moskau statt. Alumni und Mitglieder sind gleichermaßen herzlich willkommen.

Dialog der Zivilgesellschaft in Köln

Wir setzen unser erfolgreiches Gesprächsformat „Dialog der Zivilgesellschaft“ im Herbst fort und laden Sie gemeinsam mit dem Städtepartnerschaftsverein Köln-Wolgograd e.V. und in Kooperation mit dem BDWO e.V. und der SWOEB zum Halbtagsworkshop am 15. November 2023 nach Köln ein.
Wir wollen Ihnen in Zukunft verstärkt auf regionaler Ebene eine Plattform für einen Erfahrungs- und Erlebnisaustausch bieten. Der „Dialog der Zivilgesellschaft“ soll den Raum für einen produktiven und vertrauensvollen Austausch für ehrenamtliche und hauptamtliche Engagierte offerieren. Im Zentrum stehen die grundlegenden wie auch praktischen Herausforderungen bei der Erhaltung zivilgesellschaftlicher Kontakte und Kooperationen mit Russland.

Ziel des halbtägigen Workshops in Köln ist es, einen vertieften Austausch über gegenwärtige Fragen und Probleme herzustellen sowie Erwartungen und Forderungen an die politischen Akteure zu formulieren.

Unsere Teilnehmenden können bereits im Vorfeld drängende Fragen, akute Herausforderungen und grundlegende Probleme benennen. Im Workshop selbst werden diese konkretisiert sowie von den Teilnehmenden priorisiert und in parallelen Kleingruppen bearbeitet.

Das Programm zum Workshop erhalten Sie hier.

Veranstaltungshinweise

Freitag, 13. Oktober 2023 | Moskau
Unternehmensbesichtigung bei "Globus Mitino" für Nachwuchskräfte aus dem Alumninetzwerk "hallo deutschland!"
Freitag, 27. Oktober 2023 | Moskau
Interkulturelle Kommunikation in der Malerei. Einführungsvortrag und Workshop mit Anton Tschubakow, Mitglied des Künstlerverbandes
3. bis 5. November 2023 | Leipzig
Cupwochenende mit großem Finale des Bundescups „Spielend Russisch lernen“ 2023 mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus deutschen, österreichischen und Schweizer Schulen.
Mittwoch, 15. November 2023 | Köln
Dialog der Zivilgesellschaften. In Kooperation mit der Städtepartnerschaftsverein Köln-Wolgograd e.V. sowie dem BDWO und SWOEB. Zum Programm. Zur Anmeldung.
Donnerstag, 30. November 2023 | Online
"Wir sprechen". Unsere Mitglieder können sich direkt an die Mitglieder des Vorstandes wenden und über Aktuelles ins Gespräch kommen. Details zur Teilnahme folgen.
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